Gärtnerisches - SW 25

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Zur Erinnerung
Es ist auf Grund des Artenschutzes gem. § 39 Abs. 5 BNatSchG nur erlaubt, Bäume, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze sowie Röhrichte in der Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar stark zurück zu schneiden, auf Stock zu setzen oder zu entfernen.



Gärtnerisches

Die Pracht der Gärten
hat stets die Liebe zur Natur zur Voraussetzung
(Germaine Madame de Stael)





Mulchen? - Na, sicher doch!
         Hier nachlesen

Wir natürlich auch!
Alle reden von Insekten, Bienen, Bienensterben, usw.  - Wir natürlich auch!
Es ist vieles schon gesagt worden, aber es gäbe auch noch vieles zu sagen, bzw. zu tun.
In Sachen "Honig" und "Honigbienen" haben wir Ansprechpartner in unserer Anlage.
Herr Blaasch, Ga. 58, Frau Straka, Ga. 23 und der Vincent im Garten 45 sind
der Imkerei zugetan und werden sicher gerne die eine oder andere Frage zu
den fleißigen Bienchen beantworten.
Darüber hinaus können wir alle etwas unternehmen, um den Verwandten unserer
Honigbienen, den Wildbienen, das Leben zu erleichtern oder gar das Überleben
zu sichern. Sie sind genauso wichtig, wenn es um das Bestäuben von Obstbäumen,
Blüten oder Stauden geht. Teilweise sind sie sogar fleißiger als die Honigsammler
und nicht so empfindlich, was das Wetter und die Temperaturen angeht.

Welche Hilfen können wir Gartler also diesen fliegenden Helfern zukommen lassen?
Es hat sich sicher schon rumgesprochen, dass "sterile Staubtuchgärten" hierfür
keine Hilfe sind (was nicht bedeutet, die Gärten gänzlich sich selbst zu überlassen,  
der Grat zum "Vernachlässigen" ist schmal). Vielmehr ist es hilfreich und sinnvoll,
aus dem englischen Rasen eine wiesenähnliche Fläche
entstehen zu lassen.
Es muss wahrlich nicht jede Woche gemäht werden. Man sollte
dem Gänseblümchen und sogar dem Löwnzahn eine Chance geben. Außerdem findet der Gartler sicher
ein Fleckchen im Garten, wo "ein wenig Wildnis" entstehen darf.
Ein Totholzhaufen,
ein paar Steine oder gar eine kleine Steinmauer geben
den Wildinsekten die Möglichkeit, einen Lebensraum, einen Unterschlupf zu finden. Wenn z.B. in einer Gartenecke ein paar Brennesseln stehen bleiben, sind uns einige Schmetterlingsarten sehr dankbar. Einheimische (Blüten-) Gewächse bieten eben mehr Insektennahrung als exotische Pflanzen.

Wer gerne bastelt oder handwerklich tätig werden will, kann den Wildbienen
Nistmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Auch mit relativ einfachen Mitteln
lassen sich wirksame Insektenunterkünfte herstellen. Hierzu gibt es hilfreiche
Eine weitere Anregung findet ihr hier. Dieser Hinweis wurde uns freundlicherweise
vom Tom Ackermann, Ga. 11, gegeben.

Ein alter Spruch sagt, "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg". Wir sollten daher gewillt sein der Natur eine Chance zu geben. Denn nur da, wo Bauern und Gartler ohne schädliche Chemie auskommen, wo sich Vögel, Insekten und Pflanzen wohl fühlen, wird auf Dauer auch der Mensch glücklich sein.

Obst für kleine Gärten
Im Kleingarten steht dem ambitionierten Hobbygärtner nur eine begrenzte Grundfläche zum Anbau von Gemüse und Obst zur Verfügung.
Um trotzdem möglichst viele Obstarten und –sorten anzubauen, ist die Pflanzung von schwachwachsenden Unterlagen in Verbindung mit einer Spindelerziehung eine wichtige Voraussetzung.
Weiterlesen Hier finden Sie eine weiterführende Informationen des Landesverbands Bayerischer Kleingärtner vom Dezember 2008.


Nachtgedanken
Sie heißen z.B.  "Spinner" oder "Schwärmer", "Eulen" oder "Zünsler", auch "Wickler" sind dabei. Sie haben eines gemeinsam: sie lieben die Dunkelheit.
Es handelt es sich hierbei um Nachtfalter und wie der Name schon sagt, übernehmen sie die Lufthoheit, wenn sich Schmetterlinge und Tagfalter zur Ruhe begeben.
Für diese Gattung und auch für alle anderen nachtaktiven Tiere ist es "nicht lustig" wenn die Dunkelheit durch künstliche Lichtquellen durchbrochen wird.
Musikfreunde kennen den Schlager von der Leander,  in dem es heißt: ... "Männer umschwärmen wie Motten das Licht, und wenn sie verbrennen . . ."  Genau da liegt das Problem. Viele dieser intensiven Lampen locken Insekten an und im schlimmsten Fall bedeuten dies oft das Ende für sie. Zumindest werden sie so stark irritiert, dass das Liebesleben dieser Tierchen durcheinandergerät und der Fortbestand der Spezies gefährdet wird. Insbesondere die Glühwürmchen haben große Probleme, Partner oder Partnerinnen zu finden. Die Auswirkungen auf viele andere nachtaktive Tiere, ist noch gar nicht ausreichend bekannt und geklärt. Aus diesem Grund ist es wichtig, künstliches Licht in der Nacht zu beschränken und dunkle Rückzugsräume zu erhalten.
Sicherlich können wir -schon aus Sicherheitsgründen- nicht auf alle Weg- und Straßenbeleuchtungen verzichten, aber muss es sein, dass z. B. billige Solarlampen die ganze Nacht hindurch Fenster, Balkone und nichtgenutzte Plattenwege verzieren. Viele mögen diese Illumination schön, lustig und "putzig" finden, bedenken aber nicht die negativen Seiten dieser Lichtverschmutzung.
Auch in unserer Gartenanlage ist jetzt öfters dieser Trend zur Nachterhellung zu beobachten. Eine Notwendigkeit den Rasen, Stauden oder Steine zu beleuchten ist allerdings nicht zu erkennen. Wir haben rund um die Anlage sowieso schon (zu) viele (?) Lichtquellen und zur Abschreckung von ungebetenen Gästen dürften diese Lämpchen sowieso nicht beitragen. Wer noch in den Abend- oder Nachtstunden in seinem Garten zugange ist, wird mit einer Taschenlampe gut bedient sein und wenn trotzdem jemand meint, es muss unbedingt eine Leuchte sein, sollte er/sie wenigstens eine Lichtquellen mit geringem UV-Anteilen wählen.  
Der Nebeneffekt unseres allgemeinen Lichtwahns ist auch jeden Abend, wenn keine Wolken stören, deutlich erkennbar. Der Blick auf einen traumhaften Sternenhimmel, auf die Milchstraße, ist in unseren Breiten kaum noch möglich.
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